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Reisebericht von Andi – November 2016

Bei meiner Reise nach Nepal habe ich alle unsere Patenkinder und ihre Eltern oder „Erziehungsberechtigten“ persönlich getroffen. Natürlich sind die Verhältnisse etwas komplizierter als bei uns und wenn jemand interessiert ist berichte ich gerne ausführlich. Die Gelder der schon bestehenden Patenschaften wurden wieder bis März im Voraus ausbezahlt.  Maya’s Schule ist für das Schuljahr 2017/18 bezahlt; sodass sie in aller Ruhe die dritte Klasse besuchen kann. Der Rektor bestätigte mir, dass sie fleißig ist und gewissenhaft arbeitet. Ich hatte das Vergnügen mit ihr, gleich zu Beginn, einen Besuch in der ehemaligen Lodge in Pairo machen zu können. Dort  hatte ich sie auch vor 4 Jahren kennengelernt! 
Dank Uta hat sie auch noch neue Wanderschuhe bekommen, mit denen sie in den Ferien bei ihrer „Pflege- und ehemaligen Arbeitgeberfamilie“ in „Urlaub“ GEHEN kann.

In Solukhumbu besuchte ich die Familie, deren Anbau am Haus der Verein mitfinanziert hat. Die Kochstelle raucht noch immer, aber sie ist außerhalb des Wohnraums. In Hil fand ich noch weitere 5 Kinder denen wir gerne mit der 10-Euro-Patenschaft helfen würden. 10 Euro pro Monat decken grob die monatllichen Schulgebühren.  Man darf sich die Schulbildung und frühkindliche Erziehung nicht vorstellen, wie bei uns. Die Umstände des harten Lebens diktieren die Notwendigkeiten des Alltags. Schuluniformen sind Pflicht und zur monatlichen Schulgebühr kommen die Kosten von 25 bis 30 Euro pro Schuluniform. Manche Schulen verlangen zweierlei, eine für Sport eine für den normalen Alltag.

Soweit, sogut, es gibt immer und überall Ecken an denen man noch ein bisschen helfen kann.IN Hil gibt es derzeit keine medizinische Versorgung und der Weg ist weit bis zum nächsten Krankenhaus. Medizinische Versorgung ist dort immer Mangelware, sodass Gelder dafür nötig sind. Schnell ist auch hier mal eine OP nötig oder ein Arztbesuch (man geht ja erst wenn man nicht mehr auf den Beinen stehen kann) und dann fehlt dafür den meisten das „flüssige Geld“.

 

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Unser kleiner Hilfsverein

Unser kleiner Hilfsverein für Nepal (SpesMeaNepal e.V.) ist eine wunderbare Sache. Mittlerweile hat unser erstes Patenkind Maya (14 Jahre?) die zweite Klasse erfolgreich begonnen und im Dezember werde ich das Geld für ihr drittes Schuljahr bezahlen. Dafür reicht es immer.

Weitere 5 Patenkinder werden von unterschiedlichen Freunden mit einer Patenschaft von 10 Euro pro Monat unterstützt. Das ist eine Direkthilfe, die von jedem geleistet werden kann. Aber natürlich möchte auch jeder erst mal wissen wen und was er da unterstützt. Ich werde ab Mitte Oktober bis Weihnachten in Nepal vor Ort sein und auch das eine oder andere weitere potentielle Patenkind entdecken. Allerdings möchte ich auch immer gern das Umfeld kennen, .. hoffe somit „Missbrauch“ von Geldern etwas mindern zu können. Das Geld soll ja in erster Linie den Kindern zu Gute kommen.

Ansonsten gibt es jede Menge Baustellen, an denen man vor Ort direkt helfen kann. Das tut beiden Seiten gut. Auch wenn man die Welt nicht retten kann, so kann man doch das eine oder andere Mühsal ein bisschen erleichtern. Zu zweit trägt es sich leichter. Auch „Porter“ haben nur ein „Kreuz“. Fälschlicherweise werden die „Sherpas“ oft als „Träger-Synonym“ benutzt, jedoch sind die „Träger“ immer die „Porter“ und gehören meist anderen Volksgruppen an.

Es kann jederzeit gespendet werden, kleine oder große Beträge, bar, als Überweisung oder auch per paypal auf unserer Internetseite.. ganz einfach!

Wir freuen uns aber auch über JEDES neue Mitglied. Schön ist’s auch, wenn einfach Interesse an Nepal entsteht. Der eine oder andere reist vielleicht dann doch auch einmal leichter hin.

Hm.. – und dahin geht es erst mal als Reiseauftakt .. Weihnachten werde ich wieder daheim sein.. (bei den diesjährigen Weihnachtsspenden könnt ihr ja vielleicht auch an uns denken? … 😉 ?) ? ) .. ich werde im April spätestens wieder nach Nepal reisen und die Gelder persönlich überbringen. Ich versuche während der Reise immer wieder mal auf unserer webseite was zu schreiben.. bin aber nicht so der Held mit Internetauftritten.. und in manchen Ecken Nepals werde ich gar keine Verbindung haben.. noch weniger werde ich immer Strom haben.. aber.. ich versuche ein bissle disziplinierter auf die Webseite zu schreiben.

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Ein Brief aus Nepal

Dear Andi,

Namaste,,,,

We all along with Maya Tamang are very fine and doing well at school. She is enjoying the school days, works well and in very good health. The days are hot but the monsoon is about to start which will bring lots of rain in Nepal. The classes are going well and the days are much better and comfortable now as we can get enough supplies in market after the very hard days during last five to six months.

We are very happy to inform you about the result of class ten board exam of session 2015/2016. The new grading system has started from this year and ending the marking system of pass and fail which exit since last 80 years. Our school’s result is very promising and Indeed very good.

The Nepalese Government has changed the system from this session and ending the
System of SLC ( School Leaving Certificate). With this new system the students will get grading result like A+, A, B+, B, C+, C, D+, D and E. No one will mark as pass and fail. This is indeed a new starting and big change in education system in Nepal.

Among 15 class ten appeared students from our school, two students got A+, two students got ‚A‘, nine students got ‚B plus‘ and two students got ‚B‘ grade. We are very happy with the out come of our students. We share this wonderful success and happiness with you.

With all our warmest Greetings and love to you…

SONAM
Marshyangdi school
Kathmandu Nepal.

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und nochmal

Nach meinem letzten Besuch in Nepal musste ich mich erholen und viele Gedanken und Gefühle sortieren und verarbeiten, denn  JA es schlauchte mich dieses Mal sehr. Mit jeder Reise tauche ich weiter  ein in die Leben derer vor Ort. Und sehe klarer. Das ist nicht immer leicht.

Aus dem Oman einfliegend, saß ich in einem leeren Flieger (und das nachdem meine erste Anbindung schon gecancelled war),  auf dem Rückweg, waren die Plätze alle voll, mit Menschen, die irgendeine Art von Arbeitsvertrag in den arabischen Ländern unterzeichnet hatten. Diese verlassen für zwei, drei oder vier Jahre oder sogar auf unbestimmte Zeit  ihr Land und ihre Familien um irgendwo in „Leibeigenschaft“ etwas Geld zu verdienen. Was mir klar wurde ist, dass dritte Welt auch bedeutet, dass diese Menschen oft als drittklass‘ Menschen behandelt und gesehen werden. Außer in ihrem eigenen Land, indem man gerne mal kurz durch die Linse das Leben der „einfacheren und doch so glücklichen“ Menschen betrachtet. Schön war es zu sehen, dass an jedem Eck und Ende irgendwie, durch kleine Vereine wie unseren, Hilfe geleistet wird. Ja – von Vielen wird es wohl betrachtet als „Tropfen auf den heißen Stein“ –  ICH sehe es aber eher als Regentropfen in der Wüste, vielleicht fällt ein Tropfen auf eine Wüstenpflanze, die dadurch  wenigstens erblühen kann und dann eben erneut ums Überleben kämpft. Und jeder einzelne Tropfen ist eine HILFE – die Koordinierung der „Wasserversorgung“  passiert einfach nicht!

Es fühlt sich manchmal an, als wäre die nepalesische Regierung nur dazu da um Schwierigkeiten zu machen, sich selbst zu bereichern und das Leben der einfacheren Menschen ein bisschen zu erschweren. Einerseits möchten sie wohl die „Macht“ behalten. Dies führt auch dazu, dass Projekte aus anderen Ländern durch (meiner Meinung nach) recht sinnlose Gesetze erschwert werden. Und die Regierung will natürlich nicht, dass sich der „Ausländer“ in die nepalesischen Angelegenheiten mischt , andererseits bekommt es die Regierung wohl nicht geregelt irgendetwas sinnvoll für ihre Bevölkerung zu bewegen. Politik! Dazu kommt die besondere Gruppe der „Maoisten“, die es dann immer wieder schafft ganz KTM nach Willkür lahm zu legen. Indem sie die Bandhas ausrufen. Tage an denen es NIEMANDEM erlaubt ist in KTM zu arbeiten (außer den Reichen, ganz REICHEN und Einflussreichen .. und denen, die so einfach EXTRA Schmiergeld gezahlt haben..).  Also KEIN Taxi, kein Bus, kein Tuc Tuc, kein Fahrzeug auf den Straßen .. die Büros müssen alle geschlossen bleiben und den „Normalo Nepalesen“ bleibt nur mal wieder das Ein- und Ausatmen der grenzenlos verpesteten Luft, das Hinterherstarren hinter den Fahrzeugen, die doch fahren dürfen und das Hoffen auf bessere Zeiten. Sollte es ein Taxifahrer trotz allem wagen loszufahren und dem dringend notwendigen Geld, das ihm eine Gruppe Touristen bietet, nicht widerstehen zu können. .. läuft er Gefahr, dass ihm sein Taxi angezündet wird.. oder demoliert.. auf jeden Fall ist er dann unter Einsatz seiner Existenz unterwegs. Für UNS unvorstellbar.

Maya und AndiDer Verein hat nun außer Maya schon weitere 4 Patenkinder, die auf einer persönlichen Basis mit 10 Euro pro Monat unterstützt werden. Maya hat es erfolgreich in die zweite Klasse geschafft und schämte sich ein wenig, weil sie es nicht geschafft hat die Klasse zu überspringen. Aber das Lernen mit 14 Jahren ist ja nicht unbedingt einfacher, als wenn man als Kind die Schule bsuchen darf.. und diese Chance hatte sie ja nicht.

Rheshabe
Rheshabe

Three Sherpa children
Three Sherpa children

Pasang
Pasang

the two in uniform
the two in uniform

Englischunterricht für Dawa .. seine Geschichte wird auch noch geschrieben, ein Fahrzeug zur Unabhängigkeit, ein Ausbau eines Wohnhauses, all das haben wir schon in die Wege geleitet. Es tut gut etwas tun zu können. Auch wenn es nur Tropfen auf „dürstende“ Pflanzen sind.